Dienstag

Gedichte...

Hallo meine Lieben!

Selber schreiben kann ich sie gar nicht, aber ich lese sie gerne: Gedichte
In meinen ganzen 17 Jahren habe ich glaube ich erst ein brauchbares Gedicht geschrieben. Zu gerne hätte ich das Talent mich poetisch ausdrücken zu können... Also nicht nur so Möchtegern...
Naja. Heute gibt es die Gedichte, die mich begleitet haben! 

Ich muss sagen an die Grundschulgedichte kann ich mich nicht mehr erinnern, aber das hier ist eines der ersten vom Gymnasium:

ErlkönigJohann Wolfgang von Goethe 

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

Du liebes Kind, komm geh' mit mir
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.

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Weiter ging es in der siebten Klasse damit. Bis heute kann ich noch so einiges auswendig...


John Maynard - Theodor Fontane


" Wer ist John Maynard?"

" John Maynard war unser Steuermann,
aus hielt er, bis er das Ufer gewann;
er hat uns gerettet, er trägt die Kron’,
er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard!" --


Die "Schwalbe" fliegt über den Erie-See,
Gischt schäumt um den Bug
wie Flocken vom Schnee,
von Detroit fliegt sie nach Buffalo;
die Herzen aber sind frei und froh,
und die Passagiere mit Kindern und Frau’n
im Dämmerlicht schon das Ufer schau’n
und plaudernd an John Maynard heran
tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?"
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund’:
" Noch dreißig Minuten...Halbe Stund’."

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Das nächste Gedicht habe ich vor allem im Musikunterricht kennengelernt, da wir das Kunstlied vorsingen müssen. Ich kann die komplette Interpretation hierfür wirklich runter rattern und sollte dieses Gedicht im Abitur vorkommen, so würde ich alle meine Vorsätze über Bord schmeißen und über dieses Gedicht schreiben!

Die zwei Gesellen  - Joseph von Eichendorf

Es zogen zwei rüstge Gesellen
Zum erstenmal von Haus,
So jubelnd recht in die hellen,
Klingenden, singenden Wellen
Des vollen Frühlings hinaus.

Die strebten nach hohen Dingen,
Die wollten, trotz Lust und Schmerz,
Was Rechts in der Welt vollbringen,
Und wem sie vorübergingen,
Dem lachten Sinn und Herz. –

Der erste, der fand ein Liebchen,
Die Schwieger kauft’ Hof und Haus;
Der wiegte gar bald ein Bübchen,
Und sah aus heimlichem Stübchen
Behaglich ins Feld hinaus.

Dem zweiten sangen und logen
Die tausend Stimmen im Grund,
Verlockend’ Sirenen, und zogen
Ihn in der buhlenden Wogen
Farbig klingenden Schlund.

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Zu guter Letzt noch ein Gedicht, das wir erst vor ein paar Tagen im Deutschunterricht besprochen haben, welches mich aber sehr bewegt hat.

Todesfuge - Paul Celan 

Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abends 
wir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachts 
wir trinken und trinken 
wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng 
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt 
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete 
er schreibt es und tritt vor das Haus und es blitzen die Sterne er pfeift seine Rüden herbei 
er pfeift seine Juden hervor läßt schaufeln ein Grab in der Erde 
er befiehlt uns spielt auf nun zum Tanz

Schwarze Milch der Frühe wir trinken dich nachts 
wir trinken dich morgens und mittags wir trinken dich abends 
wir trinken und trinken 
Ein Mann wohnt im Haus der spielt mit den Schlangen der schreibt 
der schreibt wenn es dunkelt nach Deutschland dein goldenes Haar Margarete 
Dein aschenes Haar Sulamith wir schaufeln ein Grab in den Lüften da liegt man nicht eng
Er ruft stecht tiefer ins Erdreich ihr einen ihr andern singet und spielt 
er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau 
stecht tiefer die Spaten ihr einen ihr andern spielt weiter zum Tanz auf
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Ich weiß es sind sehr lange Gedichte und ich wage zu bezweifeln, dass irgendjemand da hier alles durchliest, aber vielleicht hat ja genau dir dieser Post gefallen!

Bis ganz bald
Meike

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