Samstag

Lockwood & Co. - Das grauenvolle Grab – Jonathan Stroud

Lockwood & Co. 
Das grauenvolle Grab

Jonathan Stroud
Leserin: Anna Thalbach
Laufzeit: 11h 48min
Preis: € 19,99 [D]
ISBN: 978-3-8371-4093-4
Verlag: cbj audio
Lockwood & Co. lösen ihren schwierigsten und letzten Fall! 

 In ihrem letzten Abenteuer begeben sich die Agenten von Lockwood & Co. auf eine lebensgefährliche Mission: Sie brechen in das mit Sprengfallen gesicherte Mausoleum ein, in dem die legendäre Agentin Marissa Fittes ruht. Doch tut sie das wirklich? Und das ist nur eine der alles entscheidenden Fragen, deren Antwort die blutjungen Agenten ergründen müssen. Erst dann können sich Lockwood & Co. ihren Widersachern, seien sie lebendig oder aus dem Reich der Toten, in einer letzten gewaltigen Auseinandersetzung stellen. Damit ihnen dies gelingt, müssen sie sich auf die Hilfe einiger völlig unerwarteter und ungeheuer unheimlicher Verbündeter einlassen. Grusel, Gänsehaut und Grabgelächter garantiert! 

 Schaurig schön gelesen von Anna Thalbach. (Quelle: randomhouse)
Passend zum Rest der Reihe, aber wie immer sehr kindlich kommt auch dieser fünfte Band daher. Abgestimmt zum Titel, aber auch zur Geschichte hätte ich persönlich zwar vielleicht einen Sarg, anstatt des Grabsteins gewählt, aber auch der ist natürlich passend. Zusammen mit den anderen Bänden hätte ich mich außerdem auch nicht für das leuchtende grün entschieden, sondern eher eine gedeckte Farbe gewählt, doch trotzdem ist das Gesamtbild aller (Hör-)Bücher nebeneinander sehr ansprechen.
Nach bereits vier großen spannenden Fällen stürzen sich Lockwood & Co. in ihr finales und bis jetzt spannendes Abenteuer, denn sie sind Marissa Fittes auf der Spur. Einst Gründerin der Agentur Fittes sollte sie eigentlich schon längst unter den Toten weilen, doch Lucys treuer Begleiter, der Schädel sieh das anders. Als sich die jungen Agenten auf den Weg machen um seine Vermutungen zu überprüfen decken sie Geheimnisse des heimgesuchten Londons auf, von denen nie jemand hätte erfahren sollen. Während der Ursprung der Heimsuchungen immer klarer wird und der Tod von Lockwoods Eltern lange nicht mehr so zufällig schein wie er es einst tat, stellen Anthony und Lucy erneut fest, wie sehr sie einander brauchen, aber auch welche Gefahren damit einhergehen.
Über die Jahre ist mir die Reihe wirklich ans Herz gewachsen. Angefangen bei Strouds tollem Schreibstil, über die ausgefeilten Charaktere, bis hin zu Anna Thalbachs Vorlesestil. Lockwood & Co. zu hören ist schon wie nach Hause zu kommen und ich freue mich schon fast auf ein Stück Kuchen in der Portlandroad, während George auf des weise Tuch kritzelt.
Nachdem ich es bei den anderen Bänden kaum erwarten konnte in das Abenteuer einzutauchen, habe ich mir bei "Das grauenvolle Grab" etwas mehr Zeit genommen. Ich wollte einfach nicht, dass es nach diesem fünften Teil vorbei ist.
Doch das Warten hat sich gelohnt und der neue Fall der vier Agenten (naja, mit Kipps sind es fünf)  konnte mich erneut begeistern. 
Auch wenn die Charaktere vom Autor schon im Verlauf der vorhergehenden Bücher sehr gut ausgearbeitet wurden, so hat man sie jetzt nochmal besser und von ganz neuen Seiten kennen gelernt. So war mir Holly wirklich lange gar nicht sympathisch (#teamlucy), doch mittlerweile hat auch sie sich einen Platz in meinem Herzen ergattert.
Mein Fangirlherz wurde auch etwas gepflegt, da es endlich etwas mehr um Anthony und Lucy ging und wie beiden zu einander stehen. Beeindruckend fand ich hier, wie Jonathan Stroud diese Liebesgeschichte so geeignet selbst für junge Leser verpackt und neben ihr auch noch Werte wie Freundschaft, Mut und Ehrlichkeit in der Vordergrund rückt.
An Spannung hat es auch dem Finale nicht gemangelt. Ich mag ein kleiner Angsthase sein, aber manchmal wollte ich nachts nach dem Hören nicht mehr alleine ins Bad gehen. Wer weiß, vielleicht hätte ja ein Lauerer auf mich gewartet.
Ich glaube man merk, wie allgemein begeistert ich von diesem runden Abschluss war.
Es ist zwar sehr schade, dass es mit höchster Wahrscheinlichkeit keine neuen Geschichten mehr aus dem heimgesuchten London geben wird, doch ich verabschiede mich von Lucy, Anthony, George, Holly und den vielen anderen mehr als glücklich.
Ich kann nicht anders als volle 5 von 5 Sternen zu geben.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Save Me – Mona Kasten

Save Me

Mona Kasten
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-7363-0556-4
Preis: 12,90€
Verlag: LYX
Geld, Glamour, Luxus, Macht — all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß — etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James — und ihr Herz — schon bald keine andere Wahl … (Quelle: LYX)
Der LYX Verlag enttäuscht mich ja selten mit der Covergestaltung und auch dieses Mal bin ich begeistert. Verbindungen zum Buch sehe ich zwar soweit nicht, aber rein optisch wirklich ein sehr ansprechendes Buch, auf das ich aus diesem Grund auch öfter angesprochen wurde, wenn ich es unterwegs dabei hatte. Man freut sich einfach als Buchblogger, wenn das Buch auf Bildern so toll aussieht.
Die Freude war riesig, als Ruby vor einigen Monaten am Maxton-Hall-College angenommen wurde. Die Schule ist zwar voll an reichen Leuten, die viel zu viel von sich halten, doch sie bringt sie näher zu ihrem Ziel: Oxford.
Ruby selber passt aber eigentlich gar nicht in das Bild der Schule, denn sie ist nur Dank eines Stipendiums da und kommt eigentlich aus einer sie liebenden, aber nicht besonders reichen Familie, die in der Nähe der Schule wohnt.
Das total Gegenteil ist James. Er und seine Familie, die Beauforts, sind in aller Munde und dank ihres Modehauses für Männermode in London mehr als wohlhabend. Dies hat im Verlauf der Jahre auch ganz schön auf seinen Charakter abgefärbt. Im Gegensatz zur humor- und rücksichtsvollen Ruby ist er zu 100% von sich überzeugt und manchmal ein echtes Arschloch. Nebenbei scheint ihm auch noch alles in den Schoß zu fallen.
Deswegen sind die beiden auch nie wirklich in Kontakt gekommen. Bis jetzt. Denn Ruby beobachtet etwas, das James ganze Familie in Verruf bringen könnte und das kann er auf keinen Fall zulassen. Was als Erpressungsversuch beginnt wird dann ganz schnell zu mehr...
Mona Kasten ist spätestens nach der Again-Reihe die inoffizielle Queen der deutschen New-Adult-Literatur. Meine Erwartungen waren also hoch. Die Protagonisten waren um die 17 Jahre, also etwas jünger, als in ihren vorherigen Büchern. Obwohl ich selber schon älter bin hat es mir trotzdem sehr gut gefallen und ich bin gerne in die Schulwelt zurückgekehrt. 
Ruby ist ein ganz toll ausgearbeiteter Charakter mit ihren Ticks und Macken, den man schnell ins Herz geschlossen hat und ich rechne damit, dass sich sehr viele mit ihr identifizieren können. Obwohl James einem gewollt am Anfang sehr unsympathisch war, so hat es Mona Kasten geschafft, dass auch er einem über die Lesereise hinweg ans Herz wuchs und mich persönlich hat er sogar zu dem ein oder anderen Tränchen gerührt. 
Ein bisschen Abzug gibt es jedoch, da ich wirklich keine Bad-Boy-Geschichten mehr lesen kann. James ist da zwar kein klassischer Fall, aber trotzdem wurde dadurch sehr vieles vorhersehbar und die Geschichte hat in gewisser Weise etwas an Spannung verloren. 
Ich muss jedoch sagen, dass ich sehr gespannt bin, was in den nächsten Bänden passiert und wie es mit James und Ruby weiter geht. Wenn Mona Kasten es in diesen Büchern schafft die Geschichte abwechslungsreich und spannend zu halten, so könnte dieses Buch nachträglich sogar noch zum 5-Sterne-Buch werden, da es nur der Auftakt zu etwas Großartigen war.

So gebe ich "Save me" aber vorerst 4 von 5 Sternen und eine dicke Leseempfehlung.
Ein dieser Stelle ein großes Dankeschön an LYX für das Rezensionsexemplar.
Bis ganz bald!

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr – Walter Moers


Prinzessin Insomnia
und der alptraumfarbene Nachtmahr

Walter Moers
Leser: Andreas Fröhlich
Laufzeit: 11h 23 min
Preis: 24,99 € [D]
ISBN: 978-3-8445-2809-1
Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der gleichsam beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich. 
(Quelle: Randomhouse)
Wie immer bei Walter Moers Bücher wurde ein sehr interessantes und besonderes Cover gewählt! Es hat etwas von einem klassischen Märchenbuch und passt hervorragend zu anderen Büchern des Autors. Ich persönlich finde es etwas dunkel und trist, aber trotzdem noch ansprechend. Toll fand ich, das beim Hörbuch ein kleines Heftchen dabei war, mit den Illustrationen, die man sonst nur im Buch sehen könnte.
Als ich das Hörbuch beginne habe, habe ich nebenbei zu erst die wunderschönen Illustrationen von Lydia Rode bewundert. Die bunten Farben passen einfach perfekt zu den schillernden Träumen der Geschichte. Sie machen das Hörbuch zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Ich bin vorher noch nie in Moers Zamonien eingetaucht und war von Anfang an begeistert, wie viel Kreativität in dieser Welt steckt. Die Geschichte war voller kreativer Einfälle und einer sprachlichen Schönheit, wie ich sie sonst kaum lese. Man merkt Moers die Freude an der Sprache einfach an. 
Von extravaganten Beschreibungen, bis hin zu altdeutschen Worten ist alles dabei.
Aber nicht nur in der Sprache ist er kreativ, sondern auch im Aufbau seiner ganzen Geschichte.
Dabei muss man aber anmerken, dass sich aus diesem Grund der Anfang der Geschichte sehr hinzieht. Ich kann mir aber vorstellen, dass das für eingeschworene Moers' Fans ein wahres Vergnügen ist.

 Als Havarius Opal und die Prinzessin sich dann erstmal auf den Weg in ihr Gehirn machen, nimmt die Geschichte aber deutlich an Fahr auf und ein Abenteuer jagt das nächste. 
Super interessant fand ich, wie Moers das menschliche Gehirn beschrieben hat und während der Reise die verschiedenen Hirnregionen und deren Funktionen dargestellt hat. 
Auch sehr interessant war wie der Autor mit Gewissen Bildern diverse mentale Krankheiten dargestellt hat. Das macht das Buch auch für die interessant, die solche Krankheiten besser verstehen wollen, oder für Betroffene, die es anderen besser verständlich machen wollen. 

 Jedoch hat nicht alles an dem Roman gefallen. Ja, ich habe die Lektüre von "Prinzessin Insomnia" genossen, denn ich mag einfach die Art und Weise, wie dieser Autor schreibt, aber trotzdem hat mir einfach etwas gefehlt. Zunächst hat mir bei diesem Buch ein bisschen das große Abenteuer gefehlt. Es gab zwar viele tolle Szenen, jedoch kein großes Highlight, auf das alles hinarbeitete. 
Außerdem habe ich zwar Moers fantastischen Umgang mit Sprache gelobt, mit der Zeit hat es mich jedoch beim Zuhören etwas gestört und ich bin des öfteren abgeschweift.

Alles in allem ist "Prinzessin Insomnia und der alptraumhafte Nachtmahr" mit den schönen Illustrationen von Lydia Rode, dem einzigartigen Schreibstil und Moers' schier endlosen Kreativität ein hörenswerter Roman, den ich Fans von fantastischen Welten nur ans Herz legen kann.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Hörverlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Der letzte erste Kuss - Bianca Iosivoni

Der letzte erste Kuss

Bianca Iosivoni
Seitenzahl: 502
Preis: 10,00 € [D]
ISBN: 978-3-7363-0414-7
Verlag: LYX
Das größte Risiko, das beste Freunde eingehen können ... Elle und Luke sind beste Freunde – und das ist auch gut so. Zu oft sind sie in der Vergangenheit verletzt worden, als dass sie noch an die große Liebe glauben würden. Doch dann ändert ein leidenschaftlicher Kuss alles. Und auf einmal ist es unmöglich, das heftige Prickeln zwischen ihnen noch länger zu ignorieren. Dabei wissen Elle und Luke, wie viel für sie auf dem Spiel steht. Und sie wissen auch, dass sie ihre Freundschaft mehr denn je brauchen ... (Quelle: Bastei Lübbe)
Passend zum ersten Band wurde das Cover für dieses Buch gewählt. Das blau hat mir zwar besser gefallen, aber auch das lila finde ich farblich ansprechen. Dass Kuss-Foto ist in meinen Augen etwas übertrieben kitschig, passt aber natürlich hervorragend zum Titel des Buches. Allgemein bin ich also durchaus zufrieden.
Elle und Luke sind alles andere als verklemmt. Sie haben Beziehungen, Eintagsfliegen und alles dazwischen. An die große Liebe lässt die zwei ihre Vergangenheit aber nicht glauben. Schon seit Beginn des Studiums sind die zwei befreundet und es hat sich eine vertraute und innige Freundschaft entwickelt. Doch dann ist da dieser eine Kuss und dieses Prickeln und all die Gefühle, die auf einmal so schwer werden zu verleugnen...
Abwechselend aus Alles und Lukes Sicht erzählt konnte mich die Geschichte wirklich fesseln. Bekannt waren die beiden, sowie ihre Clique schon aus dem ersten Band, was dem Lesen des Buches irgendwie ein "Nach-Hause-kommen-Gefühl" gab.
Elle als weibliche Protagonistin ist wahnsinnig sympathisch, humorvoll und offenherzig. Luke hingegen ist besonders spontan und frech, aber natürlich auf eine wahnsinnig sexy Art.

Langsam zu beobachten wie sich aus der Freundschaft der beiden mehr entwickelt und wie sie versuchen es zu legen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Biancas toller Schreibstil hat dabei aber sicher auch eine große Rolle gespielt. Frisch, modern und immer flüssig. Sie hat die Chemie und Bindung der beiden wundervoll zu Papier gebracht und das ein oder andere Lachen konnte ich nicht unterdrücken.

Der letzte erste Kuss konnte mich also alles in Allem total überzeugen und ich gebe 4,5 von 5 Sternen.
Warum nicht 5? Das weiß ich selber nicht so genau. Einfach so ein Gefühl.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Bastei Luebbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch

Berühre Mich. Nicht. – Laura Kneidl

Berühre Mich. Nicht.

Laura Kneidl
Seitenzahl: 462
Preis: 12,90 €
ISBN:978-3-7363-0527-4
Verlag: LYX
Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen ... (Quelle: Bastei Lübbe)
Ich muss sagen, dass mir dieses Cover wirklich sehr gut gefällt. Es ist nicht typisch für New Adult extrem kitschig, oder mit sich küssenden Paaren überladen. Die Farben passen wunderbar zusammen und der Titel des Buches wird gut hervor gehoben, Was will man also mehr?
Sage wird begleitet. Auf jedem Schritt den sie geht. Begleitet von Erinnerungen. Doch das College ruft und wie so viele andere Jugendliche versucht sie ihr altes leben hinter sich zu lassen und in Nevada neu anzufangen. Das fällt ihr jedoch schwerer als den meisten anderen, denn sie hat nichts. Um sich aus ihrer miserablen Lage befreien zu können fängt sie einen Job im Archiv der Bibliothek an, wo sie sich auf nichts mehr freut, als auf Ruhe und alleine zu arbeiten. Sie macht ihre Rechnung jedoch ohne das Schicksal, denn sie ist ganz und gar nicht alleine. Mit ihr fängt Luca im Archiv an. Mit seinem draufgängerischen Aussehen spiegelt er alles wieder, mit dem Sage nicht in einem Raum seien will. Als sie ihn jedoch besser kennen lernt merkt sie, dass weitaus mehr dahinter steckt und dass er sie vielleicht besser versteht als jeder andere Mensch vor ihm.
New Adult – Ein von vielen verhasstes Genre, aber sind wir ehrlich, ich habe eine schwäche für gute College-Romane. Das einzige Problem: Oftmals sind sie nicht besonders innovativ und bestimmte Handlungsstränge sind in fast jedem der Bücher dieser Art zu finden. "Berühre mich. Nicht" kann man dies jedoch nicht vorwerfen. Sage als Protagonistin war unheimlich stark. Nicht verschüchtert, oder naive. Vergangene Geschehnisse haben sie selbst das jedoch nicht sehen lassen. Diese zu erraten war nicht besonders schwer, aber das ist okay. Das macht sie nicht weniger schlimm.Auch entwickelt sich Sage im Buch wahnsinnig weiter, was sie vor allem Luca zu verdanken hat. Luca ist nach außer der klassische "New-Adult"-Bad-Boy. Nicht nur sein Aussehen, sondern auch seine Taten und Bettgeschichten, lassen Sage erstmal aus gutem Grund zurückschrecken. Lucas Charakter und seine wahren Beweggründe hingegen sind genau das, was Sage braucht um zu einer erwachsenen Frau zu werden. Die beiden tun sich unheimlich gut, doch Lügen überschatten ihre Beziehung.

Dieses Genre neu zu erfinden ist wahnsinnig schwer und auch Laura Kneidl ist dies nicht gelungen. Trotzdem war die Geschichte frisch, gleichzeitig aber auch bewegend. Ich habe Sage und Luca wirklich wahnsinnig gerne begleitet.
Kritikpunkte für mich sind, dass sich die Geschichte doch teilweise etwas gezogen hat und ein paar Seiten weniger auch nicht geschadet hätten. Am Ende dagegen hätte ich fast laut Schreien müssen, weil es einfach aufhört. Der Cliffhanger war so extrem, dass ich mehrere Tage einen "Buch-Blues" hatte. Wer das Buch als lesen will, dem empfehle ich noch kurz zu warten, bis Teil zwei erscheint und den dann direkt hinterher zu lesen.

Alles in Allem gebe ich vier von fünf Sternen. 

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Bastei Luebbe für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

Bis ganz bald!

Sonntag

Traveling the UK

In den letzten Monaten habe ich ja bereits einen Blogpost zu ersten, sowie zur zweiten Hälfte meines AuPair-Aufenthaltes in England veröffentlicht.
Nicht erwähnt habe ich bis jetzt meine Reisen innerhalb der UK in dieser Zeit.
Genau darum soll es heute gehen!
Wie immer werde ich vor allem Bilder sprechen lassen.

 Eine der ersten "größeren" Reisen ging mit Teresa nach Belfast (Nord-Irland). Wir hatten langes Wochenende, sind Freitags morgens hingeflogen und am Sonntag Morgen schon wieder zurück. Das war schon krass.
Freitag nachmittag ging es dann erstmal die Stadt erkunden, bis hin zum Titanic Museum und dann noch in das ein oder andere gemütliche Pub.
Samstag haben wir uns dann spontan für eine Nordirland Rundfahrt entschieden.
Giant's Causeway, Rope Bridge... alles war dabei.
Wir saßen zwar unheimlich viel im Bus, aber es war einfach fantastisch!
Naaa, erkennt jemand die Straße rechts aus GoT wieder?
Über diese Brücke sind wir echt gelaufen! Einfach Hammer.
Es war ein kurzer, aber wirklich toller Trip. Unser airnb war super, die Leute nett und die Erfahrung einmalig.

Tja, und dann gabs noch meine letzte Woche. 
Es hatte sich ergeben, dass ich bereits meinen Rückflug nach Deutschland gebucht hatte, als klar wurde, dass die Kinder in meiner letzten Woche in England mit ihrem Vater im urlaub sein werden.
Also habe auch ich beschlossen zu reisen und das kam dabei raus.
Angefangen hat der Spaß in Liverpool.
Eine Stadt, von der ich echt nicht viel erwartet hatte, aber dann total überrascht wurde.
Tolle Gebäude, viel Wasser, viel Grün, tolles Zentrum, tolle Restaurants.
Was will man mehr?
Dann der killer des Trips:
Am nächsten tag ging um 6 Uhr morgens mit dem Bus nach Manchester.
Auch hier hat es mir viel besser gefallen als erwartet!
Leider war das Wetter nur nicht so ganz auf meiner Seite.
Und man merkt es vielleicht schon:
Kirchen und Bibliotheken habe ich in den Tagen mehr als genug gesehen,
Noch am selben tag ging es dann weiter nach York.
Dort war ich bereits 2015 schon einmal gewesen, es war aber trotzdem super cool die Stadt nochmal alleine erkunden zu können und sich einen Überblick über diesen so wundervollen Ort zu verschaffen.
#Winkelgasse

Und dann hieß es auch schon:
Wo es am nächsten Tag mit dem Zug hin ging.
Auch hier habe ich tolle Orte entdeckt, aber es war glaube ich trotzdem die Stadt, die mir am "wenigsten" gefallen hat.
Nur Doctor Who war etwas verwirrt in Glasgow.
Verkauft er jetzt Hot Dogs, oder hat er seine Tardis rot gestrichen?!
Und dann ging zu meinem absoluten Favoriten:
Edinburg
So eine wunderschöne alte Stadt. hach, da würde ich gerne studieren!
Und natürlich habe ich auch das obligatorische "Riddle-Grab-Selfie" gemacht.
Und zu guter letzt, nicht richtige Reisen, aber definitiv Highlights waren die Konzerte in der O2 Arena, zu denen ich gegangen bin.
Zuerst New Hope Club und The Vamps.
Ein wirklich suuuuper Konzert. Wir hatten so viel Spaß und haben so Party gemacht!
Und dann noch etwas später Shawn Mendes.
Ebenfalls ein sehr tolles Konzert. Nicht ganz so "Party", aber wunderschön.

So. Jetzt höre ich aber auch mal wieder auf.
Irgendwie traurig, dass das jetzt erstmal mein letzter richtiger England Post ist...
Oder habt ihr irgendwelche Wünsche?
Wie zum Beispiel meine Tipps für London?

Naja, schreibt mir einfach in den Kommentaren.
Jetzt sage ich erstmal bis ganz bald.